Die Mikroimmuntherapie ist eine sanfte Therapieform, die mit niedrig dosierten Immunbotenstoffen arbeitet, um ein aus dem Gleichgewicht geratenes Immunsystem zu regulieren. Als zertifizierte Mikroimmuntherapeutin setze ich sie in meiner Praxis in Eschenburg-Simmersbach vor allem bei wiederkehrenden Infekten und chronischer Erschöpfung ein.
Das Wichtigste in Kürze
- Mitglied der Medizinischen Gesellschaft für Mikroimmuntherapie (MeGeMIT) seit 2019, 2026 zertifizierte Mikroimmuntherapeutin
- Arbeitet mit niedrig dosierten körpereigenen Botenstoffen (Zytokinen) in homöopathischer Potenzierung
- Einnahme meist sublingual, in einer festgelegten Reihenfolge (Sequenz)
- Häufige Themen in meiner Praxis: wiederkehrende Infekte, chronische Erschöpfung, dauerhaft gefordertes Immunsystem
- Gut kombinierbar mit dem Vega-Test und anderen Verfahren meiner Praxis
- Selbstzahlerleistung, Anwendung meist über mehrere Monate
Ein Immunsystem, das dauerhaft am Limit arbeitet, zeigt sich selten mit einem einzelnen, eindeutigen Symptom – eher mit Infekten, die sich aneinanderreihen, oder einer Erschöpfung, die sich nicht wegschlafen lässt. Für genau diese Situation setze ich die Mikroimmuntherapie ein, meist in Kombination mit anderen Verfahren aus meiner Praxis.
Was ist Mikroimmuntherapie?
Die Mikroimmuntherapie wurde in den 1970er-Jahren vom belgischen Arzt Dr. Maurice Jenaer entwickelt. Grundidee ist, körpereigene Botenstoffe – etwa Zytokine, Wachstumsfaktoren und Hormone – in sehr niedriger Dosierung sublingual einzunehmen, um die natürliche Immunantwort nachzuahmen und zu unterstützen.
Die Präparate werden in einer festgelegten Reihenfolge, der sogenannten Sequenz, eingenommen. Mehr zur Entstehung und Wirkweise erläutert die Medizinische Gesellschaft für Mikroimmuntherapie (MeGeMIT), deren Mitglied ich seit 2019 bin.
Die Dosierungen liegen dabei bewusst sehr niedrig – im Bereich sogenannter Low Doses und Ultra Low Doses – und orientieren sich an den Konzentrationen, die auch im Körper selbst vorkommen. Diese Herangehensweise unterscheidet die Mikroimmuntherapie von Ansätzen, die das Immunsystem mit höheren Dosen gezielt anregen oder dämpfen.
Welche Immunbotenstoffe kommen zum Einsatz?
Je nach Fragestellung arbeite ich mit unterschiedlichen Kombinationen aus körpereigenen Botenstoffen wie Zytokinen, Interferonen, Interleukinen oder Wachstumsfaktoren. Jede dieser Substanzgruppen übernimmt im Immunsystem eine spezifische Aufgabe – manche wirken eher regulierend, andere eher unterstützend auf einzelne Abwehrprozesse.
Welche Kombination – in der Mikroimmuntherapie auch als „Formel“ bezeichnet – für Sie infrage kommt, wähle ich individuell nach der Anamnese aus. Diese Formeln sind standardisiert zusammengestellt, die Auswahl der passenden Formel richtet sich nach Ihrem konkreten Anliegen.
Wie wirkt die Mikroimmuntherapie im Immunsystem?
Anders als viele klassische Therapieansätze möchte die Mikroimmuntherapie das Immunsystem weder unterdrücken noch einseitig stimulieren, sondern es in eine ausgewogene Balance bringen. Die niedrig dosierten Botenstoffe sollen dem Körper Informationen übermitteln, die er nutzt, um seine eigene Regulation wieder zu finden.
In diesem Zusammenhang wird in der Fachliteratur häufig von einer sogenannten „silent inflammation“ gesprochen – einer niedrigschwelligen, oft unbemerkten Entzündungsaktivität, die das Immunsystem dauerhaft beschäftigt halten kann. Die Mikroimmuntherapie setzt hier an, indem sie das Immunsystem sanft dabei unterstützen soll, wieder ins Gleichgewicht zu finden.
Die sublinguale Einnahme – also unter der Zunge – nutzt die besonderen Eigenschaften der Mundschleimhaut, die eine gute Aufnahme geringster Wirkstoffmengen ermöglicht. Ein Beispiel aus meiner Praxis: Bei Patientinnen und Patienten mit mehreren Infekten pro Winter setze ich die Mikroimmuntherapie oft über mehrere Monate begleitend ein, um das Immunsystem in dieser Zeit zu unterstützen.
Beispiel Epstein-Barr-Viren (EBV):
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Quelle: MeGeMit
Weitere Videos zur Mikroimmuntherapie
Für welche Themen setze ich Mikroimmuntherapie in meiner Praxis ein?
In meiner Praxis wird die Mikroimmuntherapie am häufigsten bei wiederkehrenden Infekten, bei chronischer Erschöpfung ohne eindeutigen schulmedizinischen Befund sowie bei einem dauerhaft geforderten Immunsystem angefragt – etwa nach belastenden Lebensphasen oder in Zeiten erhöhter Infektanfälligkeit.
Was der aktuelle Forschungsstand zeigt
Mir ist eine ehrliche Einordnung wichtig: Aus schulmedizinischer und pharmakologischer Sicht gilt die Wirkrationale der Mikroimmuntherapie als umstritten, methodisch ist sie der Homöopathie verwandt. Unabhängige Übersichtsarbeiten kommen bislang zu dem Schluss, dass die vorliegende Studienlage nicht ausreicht, um eine Wirksamkeit im schulmedizinischen Sinne für eine bestimmte Erkrankung zu belegen.
Ich biete die Mikroimmuntherapie deshalb ausdrücklich als ergänzendes, gut verträgliches Verfahren an – nicht als Ersatz für eine notwendige ärztliche Behandlung. Bei ernsthaften oder chronischen Erkrankungen sollte sie ausschließlich begleitend und in Absprache mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten eingesetzt werden – eine notwendige schulmedizinische Therapie darf dadurch nie ersetzt oder unterbrochen werden.
Ablauf einer Mikroimmuntherapie-Behandlung in meiner Praxis
Am Anfang steht eine ausführliche Anamnese, in der ich Ihre aktuelle Situation, Vorerkrankungen und bisherige Behandlungen erfasse. Auf dieser Grundlage wähle ich gemeinsam mit Ihnen ein passendes Präparat und die dazugehörige Einnahmesequenz aus.
Dieses Erstgespräch nimmt sich bewusst Zeit, da die Wahl der passenden Formel von vielen individuellen Faktoren abhängt – etwa davon, wie lange die Beschwerden schon bestehen und welche Vorbehandlungen bereits stattgefunden haben.
Häufig kombiniere ich die Mikroimmuntherapie mit dem Vega-Test-Verfahren, um einen zusätzlichen Blickwinkel auf Ihre Situation zu gewinnen. Die Einnahme der Präparate erfolgt anschließend selbstständig zu Hause, während wir den Verlauf in Folgeterminen gemeinsam betrachten – mehr zu meiner Arbeitsweise insgesamt auf der Seite So gehen wir gemeinsam vor.
In Folgeterminen besprechen wir, wie sich Ihre Situation entwickelt hat und ob die Sequenz angepasst werden sollte. Gerade bei länger andauernden Themen ist diese regelmäßige Verlaufskontrolle ein fester Bestandteil der Behandlung.
Kosten und Dauer der Behandlung
Die Mikroimmuntherapie ist eine Selbstzahlerleistung nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH). Je nach Präparat und Anliegen erstreckt sich eine Behandlung meist über mehrere Monate. Private Zusatzversicherungen erstatten Heilpraktikerleistungen häufig anteilig oder vollständig, oft bis zu einem im Vertrag festgelegten Jahreshöchstbetrag.
Mehr allgemeine Informationen zur Mikroimmuntherapie bietet auch die Plattform mikroimmuntherapie.com. Meine konkreten Konditionen finden Sie transparent auf der Seite zur Terminvereinbarung.
Worauf sollten Sie bei der Einnahme zu Hause achten?
Die Präparate werden meist morgens nüchtern unter der Zunge aufgelöst, etwa 15 Minuten vor dem Essen oder Trinken, damit die Wirkstoffe über die Mundschleimhaut aufgenommen werden können. Eine feste Tageszeit erleichtert es, die Einnahme regelmäßig in den Alltag einzubauen.
Die Ampullen sollten lichtgeschützt und kühl gelagert werden. Bei Fragen zur richtigen Handhabung oder falls eine Einnahme einmal ausfällt, können Sie sich jederzeit an mich wenden.
Seit 2019 bin ich Mitglied der Medizinischen Gesellschaft für Mikroimmuntherapie und habe im Februar 2026 das Examen zur zertifizierten Mikroimmuntherapeutin bestanden. Die Entscheidung, mich 2018 in dieser Methode ausbilden zu lassen, kam aus der Beobachtung heraus, dass viele meiner Patientinnen und Patienten mit einem dauerhaft belasteten Immunsystem zu mir kamen, für das ich eine sanfte, gut kombinierbare Ergänzung zu meinen bestehenden Verfahren gesucht habe. Mehr über meinen fachlichen Hintergrund lesen Sie auf der Seite Über mich.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet die Mikroimmuntherapie von klassischer Homöopathie?
Beide Verfahren arbeiten mit niedrigen Dosierungen, die Mikroimmuntherapie setzt aber gezielt körpereigene Immunbotenstoffe wie Zytokine ein und folgt einer festgelegten Einnahme-Sequenz, die die natürliche Immunantwort nachahmen soll.
Wie wird die Mikroimmuntherapie eingenommen?
Die Präparate werden sublingual eingenommen, also unter der Zunge aufgelöst, in einer festgelegten Reihenfolge über mehrere Wochen oder Monate.
Wie lange dauert eine Behandlung?
Das ist individuell verschieden. Viele Behandlungen erstrecken sich über mehrere Monate, bei länger bestehenden Themen kann eine Fortführung sinnvoll sein – das besprechen wir im Verlauf gemeinsam.
Gibt es Nebenwirkungen?
Die niedrig dosierten Präparate gelten im Allgemeinen als gut verträglich. Wie bei jeder Therapie kann es im Einzelfall zu Reaktionen kommen – diese besprechen wir vor Beginn der Behandlung.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Heilpraktikerleistungen in der Regel nicht. Private Zusatzversicherungen erstatten anteilig oder vollständig, je nach Vertrag.
Kann Mikroimmuntherapie parallel zu einer schulmedizinischen Behandlung eingenommen werden?
Ja, die Mikroimmuntherapie ist als ergänzende Behandlung gedacht. Eine notwendige schulmedizinische Therapie sollte deshalb nie ohne Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt unterbrochen werden.
Ist Mikroimmuntherapie für Kinder geeignet?
Die sanfte, sublinguale Einnahme ohne Spritzen macht die Mikroimmuntherapie grundsätzlich auch bei Kindern anwendbar. Ob sie im Einzelfall infrage kommt, bespreche ich gerne im persönlichen Gespräch.
Muss ich die Einnahme immer zur gleichen Tageszeit vornehmen?
Eine feste Tageszeit, meist morgens nüchtern, erleichtert die regelmäßige Einnahme, ist aber kein starres Muss. Wichtiger ist die Konsequenz über den gesamten Behandlungszeitraum.
Was passiert, wenn ich eine Einnahme vergesse?
Eine einzelne vergessene Einnahme ist in der Regel unproblematisch. Bei häufigeren Unterbrechungen besprechen wir am besten gemeinsam, wie wir weiter vorgehen.
Ist die Wirksamkeit der Mikroimmuntherapie wissenschaftlich belegt?
Die schulmedizinische Studienlage gilt bislang als nicht ausreichend, um eine Wirksamkeit im strengen wissenschaftlichen Sinne zu belegen. Ich biete das Verfahren deshalb bewusst als sanftes, ergänzendes Angebot an und nicht als Ersatz für eine notwendige ärztliche Behandlung.
Ergänzen Sie die Mikroimmuntherapie mit weiteren Empfehlungen?
Je nach Situation bespreche ich zusätzlich allgemeine Themen wie Schlaf, Ernährung oder Stressbelastung, da diese das Immunsystem ebenfalls beeinflussen können. Konkrete individuelle Empfehlungen erarbeiten wir gemeinsam im Rahmen der laufenden Behandlung.
Wenn Sie das bei sich wiedererkennen
- Sie waren in den letzten Monaten auffällig oft erkältet oder infektanfällig
- Ihre Erschöpfung hält an, obwohl die Blutwerte unauffällig sind
- Sie möchten Ihr Immunsystem sanft unterstützen, statt es zu unterdrücken
- Sie suchen eine Therapie, die sich gut mit anderen Verfahren kombinieren lässt
Ob die Mikroimmuntherapie zu Ihrer Situation passt, klären wir am besten im persönlichen Erstgespräch – unverbindlich und ohne Zeitdruck.
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Wenn Sie mehr über die Mikroimmuntherapie erfahren oder einen Termin vereinbaren möchten: Alle Konditionen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Seite zur Terminvereinbarung.